#15 Entrückt
Shownotes
Irgendwas ist anders diese Folge. Ist es dieser Text? Was ist das hier überhaupt? Wo bin ich hier gerade? In einer Podcast-Beschreibung? Auf so einer Meta-Ebene wurde hier doch sonst nie kommuniziert. Was passiert grade? Ich fühle mich so…. komisch.. Ich weiß nicht ganz was das richtige Wort ist… Vielleicht.. Entrückt?
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00:00:00: Charlie, was bedeutet eigentlich das Wort entrückt für dich?
00:00:06: Da habe ich jetzt länger darüber nachgedacht und für mich ist es glaube ich ein Zustand der einen aus der Normalität reißt.
00:00:14: Denn ein bisschen abseits des allgemeinen Trottes ist in dem man sich dann doch immer wieder bewegt und einem auch eine neue Perspektive ermöglicht.
00:00:26: Und das kann gleichzeitig sehr positiv sein weil man ja neue eine neue Sicht auf Dinge kriegen kann, aber gleichzeitig kann es auch sehr schmerzhaft sein.
00:00:36: Man kann auch entrückt sein von dem Idealzustand den man eigentlich mag als auch von einem Zustand der man nicht so mag und durch das Entrücktsein vielleicht zureimfinden, den man mag.
00:00:46: Also es kann ein... Es kann sehr nützlich sein sich mal entrückt zu fühlen, es kann aber auch sehr Schmerzen.
00:00:54: Okay Du bist mal wieder viel positiver als ich, also... Entrückung hat doch immer irgendwas Beunruhigendes.
00:01:01: Etwas das sich die Kontrolle verlieren lässt und für mich ist irgendwie auch ganz zentral dass man gar nicht so genau den Finger darauf legen kann und sagen kann Das ist es!
00:01:10: Das ist die Entrückung Sondern es ist eine Stimmung Es ist ein Ich weiß nicht was es ist Und gerade das macht das Entrücken irgendwie so ja unheimlich und beunruhmend.
00:01:21: Ja, die Entrückung ist auch immer ein Zustand, den man nicht selber herbeigeführt hat.
00:01:25: Es ist immer ein Zustand der durch äußere Umstände einen entdrückt.
00:01:31: Man entrückt sich nicht selbst!
00:01:32: Das passiert durch anderes und das macht es auch so gruselig.
00:01:56: Charlie also irgendwas ist doch heute anders als sonst?
00:02:00: Du bist du ich bin ich wir nehmen ein Podcast auf Also eigentlich alles wie immer aber irgendwie fällt das Licht heute anders in mein Zimmer wie eine Taschenlampe in einen Schuhkarton.
00:02:11: Und das Knistern auf meinen Kopfhörern klingt fremd und aufdringlich, und der Stuhl auf dem ich sitze fühlt sich irgendwie auch anders an so dumpf und gleichgültig irgendwie.
00:02:20: und wenn ich mich so umgucke frage ich mich ist das wirklich mein Zimmer?
00:02:24: Das war doch irgendwie mal anders irgendwie vertrauter aber heute fließt mir alles durch die Finger was ich greifen will.
00:02:30: die Welt scheint entrückt.
00:02:33: Was für ein tolles Wort finde ich.
00:02:34: erstmal entrückt.
00:02:35: Wir haben etwas länger nach dem Titel für diese Sendung gesucht und als dann das Wort Entrügt viel, haben wir beide geschrien und gesagt...entrügt!
00:02:42: Das ist es.
00:02:43: Genau das meint dieses Gefühl dass wir irgendwie zu beschreiben suchen Und das gar nicht so leicht zu beschreiben ist.
00:02:50: aber vielleicht Ist ja Musik die perfekte Gelegenheit.
00:02:54: um das Gefühl der Entrückungen Zu Beschreiben wollen wir beide heute versuchen.
00:03:00: Aber erst nachdem du uns erklärt hast, wie man dieser musikalischen Entrückung am besten zuhört oder sieht?
00:03:07: Das möchte ich gerne tun!
00:03:09: Ihr hört oder seht gerade diesen Podcast auf der Plattform eures Vertrauens aber damit ihr auch die Musik hören könnt müsst ihr Folgendes tun In den Show Notes befinden sich Links zu allen Musikstreaming-Plattformen eures Vertrauens, über die ihr mit uns die Musik hören könnt.
00:03:22: Speichert euch die Playlist doch direkt ab!
00:03:24: Denn die wird mir jeder Folge geupdatet und auf Spotify findet ihr sogar Sprech- und Musikparts hintereinander gereit.
00:03:30: Auf YouTube findet ihr für jede Folge eine extra Youtube-Playlist in der Beschreibung.
00:03:35: Falls ihr mal ne Folge verpasst habt auch gar kein Problem... Playlist zu den jeweiligen Folgen sind in den Folgenshow Notes vermerkt und auch immer in den Show Notes der aktuellsten Folge auch nochmal zu finden.
00:03:47: Und wenn euch gefällt, was wir hier machen dann lasst uns doch gerne schon mal eine gute Bewertung auf der Podcastplattform eures Vertrauens da und schreibt uns auf Spotify YouTube Instagram auch gerne mal einen Kommentar vielleicht was euch ein entrücktes Gefühl gibt in eurem Leben.
00:04:02: lass uns das doch gerne wissen Mirko, ich glaube ein Drückt ist schon so unser abstraktes System bisher.
00:04:09: Ist mir bei der Vorbereitung aufgefallen und umso mehr freue Ich mich jetzt wirklich darauf mit dir darüber zu reden weil mich doch schon sehr interessiert was du da wieder mitgebracht hast Was ich im Vergleich mit gebracht habe wie wir diesen Begriff Interpretieren können.
00:04:23: Wir haben gerade das schon bisschen für uns definiert aber wie sich dass dann Jetzt musikalisch zeigt Das wird doch jetzt echt spannend.
00:04:32: Ja, ich habe auch versucht verschiedene Facetten dieses Begriffs mitzubringen.
00:04:38: Ich lasse dir aber den Vortritt...ich glaube du hast unseren ersten Track heute mitgebracht und bin ganz gespannt was für dich Entrückung bedeutet.
00:04:45: Shoot!
00:04:47: Yes!
00:04:47: Ich habe einen Track mitgebracht aus einem Film, den ich ein bisschen durchwachsen gegenüberstehe, aber dessen Soundtrack ich doch sehr mag.
00:04:54: Es geht um Life of Pi von Eng Lee.
00:04:59: Den wirst du bestimmt mal gesehen haben, oder?
00:05:02: Schiffbruch
00:05:02: mit Tiger.
00:05:03: Ja!
00:05:04: Genau, Schiff-Bruch mit Tiger.
00:05:06: Da gibt es einen wunderschönen Soundtrack von Michael Dana, Michael mit Y und aus dem Film hören wir den Track.
00:05:13: wie könnte das bei einem Charlie-Track bei Rausch anders sein?
00:05:17: The Whale.
00:05:20: So ich dachte the party.
00:05:22: Also
00:05:23: immer Meerestiere oder Party so ist das doch mit mir.
00:05:36: Ich finde das war schon mal ein sehr guter Start, weil es für mich auch genau das Capture hat was ich mit diesem Begriff verbinde nämlich.
00:05:44: Ich weiß gar nicht so richtig wie ich mich dazu verhalten soll.
00:05:48: die Musik gibt mir keine ganz klare Anweisung Wie ich mich fühlen soll und dass ist etwas Das weiß ich dass du ja sowieso nicht so sehr magst Wenn dich das stück so einengt und dir sagt das is jetzt spektakel das ist jetzt freude das ist Jetzt trauer diese eindeutigen stimmungen sondern Also es ist zwar auch eine Mischung zwischen etwas Fantastischen und Bombastischen, zwischen Staunen und Beunrückungen.
00:06:12: Aber es geht über das Mischen von zwei Stimmungen schon auch hinaus!
00:06:16: Es ist auch ne Verunsicherung... ...und es ist die Fuß Und man hört es und man weiß gar nicht ob man jetzt mit großen Augen staunen soll oder doch lieber so ein Schritt zurückgehen soll.
00:06:25: Und so fühlt man sich wahrscheinlich auch, wenn man eine erhabene Begegnung in einem Ball hat mit draußen auf dem Ozean.
00:06:32: Der dann wahrscheinlich irgendwie auch noch toll leuchtet und dir durch die drei D-Brille ins Gesicht springt bei Engli.
00:06:39: Ja also ich verstehe das sind dazu natürlich noch klar auch den Steckenpferd des Flow Tende, des Ozeans, des Wassers... Diese Maritimenklänge.
00:06:51: Auch dieses Urticken, dieses Xylophons oder Glockenspiel zum Anfang.
00:06:55: Dieses Ding-Dun-Din... Was auch irgendwie dieses unausweichliche und ja fast schon lowkey Stressige in diesen Track reinbringt.
00:07:07: Also es ist eine Begegnung gerade durch das dann ab der Hälfte das ganze Orchester mit reinkommt und auch die Harfen, dieses ganz typische diesen Lauf nach oben und nach unten, die so... machen was ich glaube oft mit jetzt wird gestaunt im Film in Verbindung gebracht wird.
00:07:26: Aber hier geht dann doch so viel auf verschiedenen Ebenen ab dass das gar nicht so simpel rüber kommt.
00:07:31: also ja ich würde sagen das ist eine entrückte Begegnung der guten transformativen Art die einen aber auch schon ein bisschen verängstigt Ja?
00:07:41: Doch!
00:07:41: Ein sehr guter Einstand finde ich.
00:07:45: Schön, schön das er dir so gefallen hat.
00:07:48: Ich finde auch dass dieser Track eigentlich ja doch sehr simpel daherkommt.
00:07:53: es startet mit diesem... Dann kommt diese schöne Flöte rein zwischendurch bäumt sich auf und geht dann wieder zurück in dieses minimalistische.
00:08:04: aber in diesen minimalistischen Das hast du echt gut zusammengefasst, da ist so viel vermischt.
00:08:09: Man kann es nicht ganz zuordnen und es ist soviel gleichzeitig.
00:08:12: das finde ich schon sehr beeindruckend.
00:08:15: Als wir das Thema festgelegt haben Dachte ich natürlich erstmal an das Gefühl Entrückt Zu sein irgendwie vielleicht gerade dass etwas falsch fremd ist dass man sich von irgendwas entfremdet fühlt Und gleichzeitig dachte ich das auch Aber auch in der musikalischen Kontext.
00:08:40: Rhythmisch, dass man vielleicht nicht ganz weiß wohin geht ein Track?
00:08:46: Wohin fällt jetzt dir... In was für einem Takt ist das geschrieben und der gleichen?
00:08:51: Und als ich dann aber auf diesen Track gestoßen bin, der ist gar nicht so... Der geht gar nicht in dieses zweite so rein.
00:08:59: Der geht aber auch finde ich gar nicht sowieso in dieses krass.
00:09:02: Ich weiß nicht, es ist auch nicht so ein Angsty-Track im klassischen Sinne.
00:09:07: Wo man vielleicht daran denkt den wir später noch haben werden mit einem Track... Es ist so uncanny einfach dazwischen und Gleichzeitig hat man dann dieses Aufbäumen in der Mitte, was einem so ein bisschen Halt gibt.
00:09:23: Man kann sich einmal gerade daran festhalten und man wird mit rausgezogen aus diesem ganz komischen Zwischenraum aus dem Limbo, in dem man sich da die ganze Zeit befindet Und dann geht es aber wieder darin zurück.
00:09:36: Es hat etwas total Träumerisches Ich glaube entrückt ist auch immer irgendwie ein bisschen verträumt.
00:09:43: Und ja, ich habe an dem echt ganz viel gefallen gefunden.
00:09:46: Ich kann noch mal sagen Live of Pi.
00:09:50: Wir haben schon gesagt es ist ein Film von Engli Es geht um Pi.
00:09:54: Das ist der Sohn von einem Zoodirektor.
00:09:56: Der Zoo bringt irgendwann nicht mehr genug Geld ein und deswegen versuchen sie auszuwandern.
00:10:01: Doch der Frachter, auf dem Sie unterwegs sind gerät in einem Sturm geht unter und Pi überlebt dann an Bord eines Rettungsbootes zusammen mit einem Tiger und verbringt diesen Tiger mehrere Monate auf dem Meer und erlebt zusammen mit dem Tiger alle Hand fantastisch anmutende Naturschauspiele untereinander wie du schon angedeutet hast eine Szene in der ein Wal mitten aus dem Meer kommt und über sie Empower steigt.
00:10:26: Und ja, ich kann den Film auch schon was abgewinnen aber das geht bei mir auch in so eine avatarmäßige Richtung.
00:10:32: Ich glaube du findest ihn wahrscheinlich visuell super hässlich Aber mit dieser ganz digitalen künstlichen Naturästhetik irgendwie sehr viel anfangen.
00:10:43: Ich kann es total gerne schauen und finde es super hübsch.
00:10:46: Du findest es wahrscheinlich total abstoßen aber dich hat dann wenigstens auch der Soundtrack überzeugt.
00:10:51: Also ich erinnere mich an so eine Szene mit einer Insel gegen Ende.
00:10:55: Ich weiß noch, die fand ich schon sehr schrecklich anzusehen, obwohl die Idee dahinter tatsächlich sehr entdrückt war.
00:11:02: Die Bestand ja dann oder die Insel hat Schiffbrüchtige aufgefressen und da findet ein Zahn in der Blume... Das ist eigentlich ne geile Idee!
00:11:10: Aber das sah ziemlich aus als hätte James Cameron das auf Pandora gedreht.
00:11:16: Ja doch, das erinnert ich noch.
00:11:18: Aber trotzdem gut, dass du diesen Film noch mal irgendwie zurück ins Gedächtnis bringt.
00:11:23: Denn zumindest der Soundtrack hat seine Qualitäten und er ist auch so ein Fall von damals ganz, ganz wichtig!
00:11:30: Alle reden drüber einen Jahr und dann komplett Memory Erasure für alle.
00:11:35: Deswegen... Gut, dass zu Live of Pi nochmal diesen zweiten Frühling bei Rausch das Soundtrack gerade überschärft.
00:11:49: Ich würde auch sagen, dass der Film trotz allem seine Qualitäten hat.
00:11:52: Aber auch da wird ich Abzüge machen.
00:11:54: Am Ende nimmt er noch so einen Turn hin in eine ganz simple religiöse Deutung die mir total missfallen hat.
00:12:02: also wenn man die letzte Viertelstunde weglässt dann hat ja schon seine instruizanten Momente.
00:12:08: das Ende gefällt mir gar nicht aber für den Rest nehme ich es visuell hin denn ich finde ihn wirklich sehr hübsch und Einnehmend.
00:12:17: Aber weg von Filmen, die mich einnehmen!
00:12:21: Wir kommen zu einer Sache, die dich einnimmt.
00:12:23: Nämlich mit deinem nächsten Track oder Mirko?
00:12:25: Was hast du denn
00:12:26: mitgebracht?!
00:12:27: Ja also der Track mehr als der Film das muss ich gleich sagen.
00:12:30: aber wir bleiben glaube ich thematisch so ein bisschen verwandt auch wenn der film jetzt gar nichts Maritimes hat... ...aber der track für mich irgendwie schon.
00:12:39: Ich möchte da noch nicht zu viel zu sagen.
00:12:43: Wir hören jetzt aus dem Film Jackie, den Biopic Jackie über Jackie Kennedy Onassis, den Track Vanity von Mika Levi.
00:13:01: Ja, spannend!
00:13:02: Ich wollte den Film jetzt schon lange, lange sehen.
00:13:05: Ich habe ihn aber noch nicht gesehen und ich kann total nachvollziehen was du mit diesem Maritime meinst.
00:13:11: Ich finde es übrigens ganz toll dass du dieses Wort so viel verwendest bevor wir diese Podcast aufgenommen haben.
00:13:16: Habe ich das Wort Maritime glaube ich noch nie so oft gehört?
00:13:19: Aber ist ein tolles Wort und ich kannst total verstehen woher dieser Assoziation kommt.
00:13:25: Diese tragenden Streicherwellen Wirklich wunderschön und erinnern mich total.
00:13:32: also das hätte auch einen track aus dem findet Nemo score so ein bisschen sein können.
00:13:37: Oh nein, ich sag ja jetzt nicht dass Charlie.
00:13:42: Hey ich finde den findet Nemos score cute!
00:13:44: Also ich sehe da jetzt kein... Das wollte ich jetzt den soundtrack nicht mit schlecht machen sondern eher loben.
00:13:52: Nein der ist auch süß aber Ja,
00:13:55: aber ich finde es ganz schön.
00:13:57: Der Track hat ist auch wieder in einem Zwischenraum er hat etwas total getragenes Er hat etwas zufriedenes Aber auch tragisches er hat auch was friedliches.
00:14:08: Ich hatte wirklich Die ganze Zeit so Bilder von Natur vor Augen Von Wellen die langsam kommen und diese Flöten die da reinkommen.
00:14:16: wir haben jetzt beide flöten In unseren zwei Tracks gehabt total schön Und die haben hier sowas Vogelgezwitscherhaftes, würde ich fast sagen.
00:14:26: Kannst du das irgendwie nachvollziehen?
00:14:29: Ich dachte die ganze Zeit da ist irgendwie hoch oben was unterwegs was irgendwie verspielt über diese Wellen hinweg fliegt oder auf ihnen surft.
00:14:43: also nicht das Vogelfögel auf Wellensurfen aber Du weißt, was die meine.
00:14:46: Irgendwie... Das ist so da drüber, das ist so verspielt, es ist so leicht und frei aber auch noch ein bisschen zarkhaft.
00:14:55: Ja witzig!
00:14:55: Wir hatten genau dasselbe Bild im Kopf dabei.
00:14:57: also ich sehe da auch so ein riesiges Planes weitest mehr mit so ganz unnachgiebigen Wellen, die jetzt keine stürmische See oder sowas.
00:15:06: Die ist schon alles sehr gleichmäßig aber auch irgendwie unaufhaltbar Punkt, auch dadurch klar.
00:15:13: Diese Streicher, dass sie sich immer und immer wiederholen diese... diese selbe Melodie und auf dieser Melodie schwimmt oder surft dann so ein kleines Bötchen in diesem riesigen Gemälde, das sich gerade so über Wasser hält.
00:15:29: Es sieht eigentlich alles noch ganz gut aus es gibt gar keine unmittelbare Gefahr.
00:15:34: und trotzdem finde ich hat dieser Track was total trügerisch ist.
00:15:38: Es ist eine Friedlichkeit die irgendwie auch so ein bisschen schon angezählt ist.
00:15:43: Man weiß vielleicht, kommt der Sturm aber bald und das wird nicht lange so weitergehen.
00:15:48: also wir hatten da irgendwie wohl genau die gleiche Assoziation bildlich.
00:15:52: ich finde es ist ein wunderschönes Gemälde dass man aber auch nicht ganz sorgenfrei angucken kann.
00:16:00: ja es hat auch ein bisschen was Panisches.
00:16:02: vielleicht sogar wenn du jetzt sagst das wird so das ist so angezählte dann kriegen diese Diese Flötentlänge darüber kriegen auch so ein bisschen was, was gestresst ist.
00:16:14: Was Hilfrufen das irgendwie als wär man dadurch dass es so kürzer aneinander gereite Töne sind im Vergleich zu diesen längeren darunter, hat es für mich sofort was verspieltes gehabt.
00:16:27: aber das kann natürlich irgendwas total gestresst sein von so.
00:16:30: hey dieses Schiff geht gleich unter.
00:16:32: Was machen wir jetzt?
00:16:33: Und mein Gott und A und keine Ahnung.
00:16:35: Also diesem Charakter kann das irgendwie auch annehmen.
00:16:38: Das ist sehr offengelegt.
00:16:40: Ich glaube man könnte bestimmt noch drei andere Bilder mit rein interpretieren Aber total schön und spannend.
00:16:47: Aber diese Bilder passen auch so gut zu dem Film.
00:16:50: Ich habe ihn zwar damals nur einmal gesehen als sein Kinolief, aber es geht ja um Jackie Kennedy und der Film wird eigentlich aus der Perspektive nach der Ermordung von John F. Kennedy erzählt.
00:17:03: Jackie Kennedy ist im Interview und wir gehen nochmal durch die Station ihres Lebens... Und diese Frau hat schon vieles erleiden müssen.
00:17:13: Ihr Leben hat viele Haken geschlagen, sie macht sich Vorwürfe hätte sie irgendwas tun können um ihren Mann zu retten.
00:17:20: Sie hat auch versucht dieses Schiff der Familie irgendwie immer über Wasser zu halten und fragt sich jetzt ob es ihr gelungen ist und wo sie hätte anders abbiegen können vielleicht.
00:17:32: Und ich finde deswegen dieser Track Vanity kann einerseits Eitelkeit bedeuten, aber in diesem Kontext bedeutet es eher so etwas wie Vergeblichkeit.
00:17:42: Also da gibt es diese Wellen die die ganze Zeit anbrannten in ihrem Leben und sie kann eigentlich nicht wirklich etwas dagegen tun.
00:17:50: Sie erträgt ist und muss versuchen ist auf die bestmögliche Art und Weise zu tun darauf zu reagieren sich diesem leben auszusetzen.
00:17:59: ja Deswegen dieser Track in Kombination mit dem Film, finde ich ruft bei mir immer noch diese schönen Grizzelbilder dieses Biopics von damals auf.
00:18:09: und Mika Liewaj die jenige Person die den Soundtrack komponiert hat.
00:18:14: Ich habe eine totale Schwäche für die Scores also In Under the Skin von Jonathan Glaser zum ersten Mal gehört ein ganz ganz.
00:18:22: Das ist schon nicht mehr entrückt, das ist einfach nur total unangenehm.
00:18:25: Das Gleiche auch bei The Zone of Interest hat Mika Livai zuletzt gemacht und bei Under the Skin saß in der Venedigjury glaube ich Pablo Larin und Ryoji Sakamoto die sich beide einig waren dass es der absolute Banger Score ist den MikaLivai für UndertheSkin geschrieben hat.
00:18:44: und Pablo Larinn hat daraufhin gesagt Ich muss mit Mika einen film machen.
00:18:49: beziehungsweise für meinen nächsten film jackie brauche ich mich an die weiß score und ich finde das ist total gut aufgegangen.
00:18:58: ja da hast du mir die perfekte überleitung geschaffen denn bei dir es gerade der name rioichi sakamoto gefallen Riwichi Sakamoto ein Track mitgebracht.
00:19:10: Geil!
00:19:11: Und zudem würde ich jetzt einfach mal überleiten und zwar handelt es sich aus einem Film, der gut in die aktuelle Wetterlage passt.
00:19:19: Es ist warm, es ist sonnig, es wird sommerlich.
00:19:22: Wir gehen natürlich rüber zu Call Me By Your Name von Luca Guadagnino Der einen ganz tollen Track von Riwiji Sakamoto benutzt und er heißt May In The Backyard und den hören wir als nächstes.
00:19:42: Okay, das ist jetzt mega interessant.
00:19:44: Weil ich finde dass was vorher bei dem Wahltrack oder vielleicht auch bei Vanity so ein bisschen die Gleichzeitigkeit von Stimmungen war es jetzt irgendwie sequenziell also hintereinander.
00:19:57: wir haben da einen stück das Tracks, dass irgendwie ganz beschwingt daherkommt.
00:20:02: Da kommt eins, da ist es ein bisschen aggressiv, da kommt eines, das ist so ein bisschen sexy verführerisch aber auch irgendwie auf eine gefährliche Art.
00:20:10: und das ergibt dann in Gänze dieser Track der ständig irgendwie wie so'n Hasehaken schlägt beim Rennen.
00:20:17: Und ich finde, das passt auch dazu, dass May In The Backyard nicht MA Y geschrieben wird sondern M Punkt A Punkt Y Punkt.
00:20:25: Das heißt Der Mai Die Sonne der Anfang des Sommers, den man im Hinterhof wie der Titel ist beschreibt erlebt.
00:20:34: Den haben wir hier in Einzelteilen präsentiert immer aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet musikalisch beleuchtete und das ergibt dann in Gänze dieses Kristallbild an Musik.
00:20:49: Das
00:20:50: finde ich Sehr interessant, weil es sich so fundamental von dem Ansatz unterscheidet.
00:20:55: Von dem was wir bisher gehört haben.
00:20:58: eigentlich sehr eindeutige Stimmung die dann aber miteinander verglichen werden und durch diese Abstände irgendwie etwas interessantes schaffen.
00:21:08: Und ich liebe diesen Film natürlich!
00:21:09: Was soll man sagen zu Comey by Your Name?
00:21:11: Das ist natürlich ganz außer Frage.
00:21:14: Ja... Ich habe mich ein bisschen gefragt.
00:21:17: auch also Wir hatten ja eben schon drüber geredet über mögliche Definitionen von Entrücktheit und da habe ich schon ein bisschen positiver Aspekte genannt, aber dann musste ich mich auch erst mal hindenken.
00:21:28: Das waren jetzt nicht meine ersten Assoziationen!
00:21:31: Aber was entdrückt einen mehr aus dem Leben als die Liebe?
00:21:34: Habe ich mich dann auch gefragt.
00:21:36: also das ist hier wirklich eine Sache, die kommt überein rüber und lässt einem auf einmal alles anders aussehen.
00:21:43: lasst alles neu erscheinen Neu gibt neuen Kontext für das ganze Leben und für alle Aspekte.
00:21:53: Alle werden irgendwie neu eingerahmt, oder es passiert ja in diesem Track auch immer wieder dass der vorherige Teil den wir gerade gehört haben irgendwie rekontextualisiert wird durch den Teil der als nächstes kommt.
00:22:02: Das ist ein Track der total verspielt ist, der auch wie du schon sagst auch aggressive Momente hat, auch Momente die vielleicht so'n bisschen... Ja nicht furchteinflößend, aber schon so ein bisschen Momente hat vor man denkt was ist denn jetzt hier los?
00:22:24: und ich finde das aber total toll.
00:22:26: Das war auch ein Track der mir in den Kopf gekommen ist beim Gedanken Wie könnte Entrückung einfach auch musikalisch aussehen weil er so viele Haken schlägt?
00:22:41: Es gibt einfach Momente wo Das Klavier an, das angeschlagen wird als man es erwartet.
00:22:48: Rhythmisch zum Beispiel.
00:22:48: aber gleichzeitig ist ja in der Musik Es so dass du z.B Wenn du einen viervierteltag hast oder so dann Hast du ein Instrument das spielt immer auf die eins und die drei Dann haste vielleicht eines was spielt auf die Drei und die Vier Und so weiter und dadurch dass du jedes Instrument anders an andere Schlagpunkte setzt in deiner Komposition entsteht sowas wie ein Rhythmus, entsteht ein Groove im dem Sinne.
00:23:19: Und da dachte ich das ist ja eigentlich auch... Das ist ja auch Entrückung.
00:23:24: jedes Instrument was dazukommt rückt.
00:23:27: Das Instrument, was davor dazugekommen ist nochmal in ein neues Licht.
00:23:32: und dann fand ich es total Spannend einfach diesen Track nochmal unter diesen Gesichtspunkten zu hören.
00:23:39: in der Hinsicht, als das da rhythmisch so viel passiert und meine Rhythmische wieder ein komplett neue Konstrukte.
00:23:48: Geh
00:23:49: oben
00:23:51: geschickt wird genau also da hatte ich einfach super viel Spaß dran ist irgendwie eine positiver Art und Weise über das Wort entrückt nachzudenken.
00:24:05: ja
00:24:06: Ja, also jetzt wenn ich auch noch mal an den Kontext des Films denke du hast gerade gesagt Wenn man verliebt ist oder die Liebe entrückt.
00:24:13: Ich glaube der Track wird ja noch zu einem Zeitpunkt gespielt.
00:24:17: da Ist noch nicht ganz klar wohin sich diese Liebesgeschichte zwischen Elio und Oliver um dies Jahr im Film geht entwickelt.
00:24:24: Oliver kommt ja quasi als Lehrling von Elios Vater in dieses wunderschöne Sommerhaus Und es ist nicht so ganz klar Ob Oliver überhaupt schwul ist, ob er Interesse an Elio hat.
00:24:39: Wieso er sich ihm gegenüber dann aber so überheblich verhält?
00:24:42: Ob die eigentlich ein antagonistisches Verhältnis miteinander haben oder ob da was leucht... Also es ist ja für Elio aus der Perspektive wie wir diesen Film sehen auch einfach alles extrem verwirrend!
00:24:52: Es ist ein Chaos der Gefühle und das ist ja wirklich ... Ja, teilweise ein schmerzhaftes Verliebtsein.
00:25:00: Da sind Tage die einfach nicht vorbeigehen wollen.
00:25:03: Da wird auch aus Rache mal mit jemand anderem geschlafen.
00:25:07: Also es ist ja keine ganz gradliniger Liebesgeschichte und ich finde diesen... wie sagt man den Kurmel?
00:25:15: Den Kurmel der Liebe!
00:25:19: Kurmel ist so ein NRW Wort.
00:25:21: Müsstest du eigentlich auch kennen, Charlie?
00:25:22: Ja ich komme aus dem NRW!
00:25:24: Ich habe dieses Wort noch nie gehört in meinem Leben but let's go.
00:25:27: Wir
00:25:28: lernen heute was neues.
00:25:28: Kurmeln sagen wir taumel.
00:25:30: Kormelig.
00:25:31: Kennst
00:25:32: du nicht kormeliger
00:25:33: Track?
00:25:34: Okay work
00:25:39: Du hast eine Vorstellung, was es bedeuten könnte.
00:25:42: Ich habe eine Vorstellungen, was das bedeutet und finde du hast das auch ganz schön beschrieben.
00:25:46: Ja, was ist?
00:25:47: Entrückung kann auch einfach Gefühlschaos sein Und das ist auch in diesem Track ganz gut gegeben.
00:25:53: und ja ich wollte eigentlich noch sagen Was es mit dem Film auf sich hat aber du hast es gerade schon super angeschnitten.
00:25:59: Elio und Oliver sie verlieben sich.
00:26:01: Es ist eine Liebesgeschichte.
00:26:02: Sie sind beide im Sommer in Italien.
00:26:05: Der eine ist der Sohn des Archäologie-Professors und der andere, der Lehrlinge des Archeologieprofessors.
00:26:13: Und wenn... ...the drama and the love ensues zwischen Timothy Chalamet in seinem Durchbruchrolle und damals noch Army Hammer!
00:26:24: Genau, Mirko?
00:26:26: Der ist auch heute noch Arminheimer, aber mittlerweile ist er ja ein bisschen weg vom Fenster.
00:26:30: Vor seinem Einbruch würde ich hier sagen
00:26:32: kein Durchbruchwand dort.
00:26:37: Mirko, was hast du denn als Nächstes mitgebracht?
00:26:38: Hast du auch noch einen positiven Aspekt der Entrücktheit entdecken können?
00:26:42: oder begeben wir uns wieder in Angst die Gefählte.
00:26:46: Nee ich habe versucht das Dramaturgisch so von harmlos zu unruhigend aufzubauen und deswegen kommt jetzt so ein Track, der ist auch nicht ganz auf der Angst die Schiene.
00:26:56: Wir bleiben aber im Japan bzw.
00:26:59: Ryoichi Sakamoto als japanischer Composer Der, und ich glaube so kann ich eine Brücke bauen.
00:27:07: Für den jetzt dieser Track, den du gerade gezeigt hast eigentlich finde ich sehr untypisch ist denn Ich kenne Ryoichi Sakamoto vor allem für diese langen Klangteppiche von doch sehr repetitiver Musik Und vielleicht ist das was ich jetzt mitgebracht habe irgendwie ähnlich oder geht in eine ähnliche Richtung.
00:27:24: Wir sind im Anime Bereich.
00:27:26: wir sind im Bereich der Anime Serie und zwar in Berserk der Serie von... und wir hören das Theme von Guts geschrieben G-ATS, von Susumu Hidazawa.
00:27:50: Ja Mirko ich muss sagen Ich fand ihn gar nicht bedrückend!
00:27:54: Also ich war.. ich hab mir ja aufgeschrieben Da kann man sich doch treiben lassen.
00:28:02: Um einen herum kommen noch so ein bisschen die Blubberbläschen hoch und wir sind irgendwie auf einer Luftmatratze, die man typisch aus Schwimmbädern oder aus dem Pool kennt, wo man sich drauflegen kann.
00:28:12: Und wir treiben so ein bissel über Atlantis umher.
00:28:15: Das war meine Assoziation.
00:28:17: und von unten kommt noch so eine mehrjungfrauartiges Wesen oder so ne Sirene und die steigen so langsam in den Porr und singen Und das Ganze hat so emotional erhabene Momente.
00:28:29: Das war irgendwie meine Assoziationswelt dazu, ich fand es total friedlich irgendwie.
00:28:37: Eskapistisch friedlich!
00:28:40: Ja...
00:28:41: Aber du sagst Atlantis?
00:28:42: Das ist ja auch bisschen mysteriös, das ist ein bisschen mythologisch.
00:28:46: Du guckst da runter und siehst da diese riesigen Hallen und Türmchen.
00:28:51: Es ist schon eine Begegnung mit einer anderen Welt auch.
00:28:53: Mit einer entdrückten Welt vielleicht?
00:28:57: Ja, Atlantis ist ja nicht mehr... ...ist ja untergegangen!
00:29:00: Das wurde ja wirklich einfach ein Stockwerk tiefer gerückt.
00:29:04: Ja, ja, das bordwörtliche Entrückung.
00:29:09: Also ich fändest du denn diese Chöre im Hintergrund dieses... Das findest du gar nicht ein bisschen unheimlich oder was heißt unheimlig aber ätherisch?
00:29:23: also
00:29:24: Ja, ja voll aber ich finde es jetzt nicht furchterregend.
00:29:29: Es ist jetzt kein spooky track oder so das stimmt.
00:29:32: Aber trotzdem ist es für mich eine begegnung mit dem andere mit den fremden die mir schon ein bisschen so shivers down the spine sendet.
00:29:39: Also es ist jetzt keinen wahl den ich der treffe.
00:29:42: das ist schon noch was dass.
00:29:45: Das ist auch ein bisschen außergewöhnlicher Metaphysischer Alien hafter fremder irgendwie.
00:29:53: Aber also witzig, dass du wieder in der Maritimen Welt unterwegs bist.
00:29:58: Berserk hat wirklich mit Wasser überhaupt gar nichts am Hut.
00:30:00: das Spiel glaube ich wirklich leider immer nur an Land.
00:30:04: Ja aber was hattest denn dann mit Bersack aus sich?
00:30:07: Also in welchem Kontext hört man diesen diesen Track?
00:30:10: weil das ist für mich so maritim wirklich wieder aufgeladen.
00:30:14: Ich brauche mal Kontext.
00:30:16: wie kann ich mir das vorstellen?
00:30:18: Also Berserk ist eigentlich so ein bisschen die Blaupause für ganz viel Dark Fantasy, die es danach gegeben hat.
00:30:24: Zum Beispiel auch für ganz viele Dark Souls und Elden Ring.
00:30:28: Und bezieht sich anders herum aber auch viel... zumindest hatte ich das Gefühl auf Tolkien, auf eigentlich ziemlich klassisch europäische Fantasy-Settings.
00:30:37: Es geht um Guts der ein Mercenary ist ein Kopfgeldjäger, der dann einen Söldner dann auf Griffith trifft, einen sehr charismatischen jungen Mann mit weißem langen Haaren und der hat eine Band um sich herum.
00:30:54: The band of the hawk!
00:30:56: Und die lassen sich dann anheuern von verschiedenen Parteien in einem Krieg und hier kämpfen mal da... Insgesamt hat Griffith aber große Ambition mal etwas Größeres zu werden, etwas Großes zu schaffen und Guts stellt sich so voll in seinem Dienst.
00:31:12: Während Griffith eigentlich auch will das Katz seinen eigenen Träumen verfolgt.
00:31:16: also es ist alles ein bisschen eine Meditation über Lebensziele und anderen Menschen folgen.
00:31:21: Inwieweit sollte man andere Menschen folge oder sollte man sich selbst folgen?
00:31:27: Wieso ist man angezogen von dem?
00:31:29: ich glaube dass Bild eines brennenden Feuers einer Person wird da irgendwie aufgemacht Und dann am Ende auch hinterfragt von der Serien, das wissen wir eigentlich vom Anfang an.
00:31:39: Das endet alles ganz, ganz schlimm ist es eines der dramatischsten Anime-Endes die man sich so vorstellen kann und die es gibt auch glaube ich vielfach im Internet rausgeklippt als absolut verstörende Szene.
00:31:52: also das ist wirklich nur etwas für ganz taffe Gemüter würde ich sagen.
00:31:57: und diese Melodie Das ist das Guts-Theme, also das Team unserer Hauptperson.
00:32:02: Wird, glaube ich, wenn nicht mich richtig Ändre am Lagerfeuer gespielt als ... ja, Guts darüber seniert ob er Griffith jetzt folgen sollte oder was er mit seinem Leben anfängt.
00:32:13: und gleichzeitig ist es ganz.
00:32:14: aber in dieser total lebensfeindlichen Dark Fantasy Welt wo eigentlich alles sich umbringen möchte.
00:32:20: Ja, also vielleicht auch in Kombinationen mit der Serie hat das für mich etwas ganz ... Ja, auch schon unheilankündigendes.
00:32:35: So ein bisschen der Ruhepol zwischen ganz viel Unheil und Tod und Verderben, denen das dann so ein
00:32:42: bisschen darstellt.
00:32:43: Man startet ins Lagerfeuer die Popillen weiten sich und vielleicht sieht man da in den Flammen schon Schämen von dem was dabei passieren könnte.
00:32:54: Also ich verstehe, dass du das unter dem Gesichtpunkt... ...endrückt sehen kannst und dass du... ...das darin findest.
00:33:02: Ich glaube es ist auch wieder ein Track der so offen ist, dass man da vielleicht auch einfach seinen eigenen Zugang zu finden kann und er gar nicht so fest ist.
00:33:15: Und wenn man mir den eigenen Zugangs lässt dann wird's vielleicht einfach sehr schnell maritime!
00:33:21: Aber ähm ich äh ja...
00:33:24: Seid ihr gestattet?
00:33:25: Ja, danke schön.
00:33:27: Und hat mich jetzt auch null gierig gemacht, muss ich sagen die Serie zu gucken um auch zu testen wie tough bin ich wirklich?
00:33:33: Mircourt das muss man ja auch mal herausfinden.
00:33:35: von daher wenn ich mal mit Full Metal Alchemist fertig bin dann kommt Berserk auch noch mit auf die Wurzel ist
00:33:42: Ich glaube also das habe ich ja leider noch nicht geguckt nach deiner Empfehlung.
00:33:45: ich glaube aber diese zwei Serien gehen in eine ähnliche Richtung.
00:33:48: Wenn du von Dark Fantasy sprichst Ja und das Tolle ist eben auch an Berserk, es ist einfach nach sechsundzwanzig Folgen vorbei.
00:33:57: Das ist ja ein Luxus im Anime abgesehen dann von den Rebootfilmen und blibblabla was da alles kommt.
00:34:03: aber diese sechsund zwanzig ursprünglichen Folgen die kann man einfach gucken und dann ist Schluss.
00:34:08: deswegen Empfehlung geht raus.
00:34:12: was passiert, wenn eine Serie mehr als sechsundzwanzig Folgen hat?
00:34:17: Was passiert, weil man sich total in einer Serie verliert und sie scheinbar gar nicht mehr aufhört oder vielleicht auch gar nicht will dass überhaupt jemals wieder aufhör.
00:34:26: Das ist unter anderem ein Thema das in meinem nächsten Film von dem ich einen Track ausgewählt habe vorkommt nämlich Ice of a TV Glow.
00:34:36: wir haben hier schon öfter beworben das jetzt nächste Woche zu dem Zeitpunkt der Aufnahme wenn ihr dies hört, diese Woche.
00:34:45: Diese Woche Freitag findet im Cinema in Münster eine Vorstellung des Films statt der kaum in den Kinos in Deutschland lief aber Jan Schönbrunn hat jetzt gerade die queere Palme in Cannes gewonnen.
00:34:59: Der nächste Film läuft überall Im August im Kino von der Regie führenden Person.
00:35:03: Dementsprechend es lohnt sich da jetzt mal einzusteigen Denn der Film IcehoverTVDlow ist für mich mit der beste Film der Dekade bisher Und das nicht ohne Grund und ich glaube, dass Hauptthema dieses Films ist schon eine Form von der Entrückung.
00:35:19: Wir hören jetzt den Track von Jojle daraus und der heißt Anthem for a seventeen-year old girl.
00:35:35: Ah Charlie!
00:35:35: Ich habe gehofft, dass du diesen Track mitbringst denn ich glaube er isst mein abs...ja?
00:35:40: Ist ja mein Lieblingstrack.
00:35:41: doch ich glaube schon er ist mein Lieblingstrack vom Soundtrack von I Saw The TV Glow obwohl es ehrlich gesagt schwer ist sich dazu zu entscheiden, weil es wirklich so viele tolle Tracks auf diesem Soundtrack gibt.
00:35:52: Das ist wirklich absolut außergewöhnlich!
00:35:54: Ich finde das eine der allerbesten Score-Soundtrack Gesamtkunstwerke die ich so kenne und ich glaube es müsste wirklich insgesamt wenn nicht alle Listens auf allen einzelnen Tracks zusammenzählen wahrscheinlich der Soundtrack sein den ich am meisten gehört habe und dabei ist er ja noch relativ frisch.
00:36:16: Und der Film startet ja auch gleich, wenn ich es richtig in Erinnerung habe mit diesem Track.
00:36:20: Ich glaube sogar wir sehen den Titel zu diesem Track und dieser wunderschöne Sequenz... ...in der unsere Protagonisten sich unter so einem großen aufgeblähten Segeltuch befinden.
00:36:33: Und ich kenne das noch aus dem Kindergarten!
00:36:38: Diese bunten Ballon-Tücher, die irgendwie von allen so aufge... Wie kann man es beschreiben?
00:36:43: Alle stehen im Kreis und wirbeln an diesem Tuch rum.
00:36:45: Und dann darf man auch mal runter und dann von innen sehen wie das aussieht wenn sich diese Sphäre über einem aufbläst wie ein Himmelszelt.
00:36:55: Das war auch schon im Kindergarten immer wie ich gehe jetzt in eine... Ich darf auch mal in dieser andere Welt wie so ein Krabbeltunnel auch, by the way.
00:37:04: Damals kam einem das noch ganz groß und magisch vor.
00:37:08: Und ich finde, dass hat der Film in dieser ersten Szene ganz toll und natürlich sehr metaphorisch wenn man sich ansieht welche Farben für dieses Ballonntuch hier benutzt werden eingesetzt.
00:37:19: also eine ganz tolle Sequenz.
00:37:21: Auch ein ganz toller Film.
00:37:22: Aber Charlie!
00:37:22: Ich überlasse gleich dir das Wort denn ich bin mir sicher du hast diesen Film studiert Du bist
00:37:28: dieser Film.
00:37:29: Du hast sehr viel mehr interessante Dinge dazu zu sagen als ich.
00:37:34: Please, also ich weiß das du den Film ja auch sehr magst.
00:37:36: von daher möchte ich dich gar nicht davon abhalten da auch deinen Senf dazuzugeben.
00:37:42: aber ja diese erste Sequenz ist natürlich nicht nur interessant weil sie einerseits die Farben der Transflagge da auch ein bisschen inform dieses Ballon tuches introduced an erster hin weil es dahin wo es hier thematisch hingeht Aber es ist auch insofern interessant, weil sich natürlich im Rest des Films genau in diesem Ballonctuch könnte man sagen.
00:38:04: In dieser anderen Welt verloren wird.
00:38:06: Denn darum geht es in diesem Film Icehover TV Glow.
00:38:11: Wir folgen Owen der eines nachts einen Teaser für die Serie The Pink O'Pake Im Fernsehen sieht und wenig später in der Schule Maddie kennenlernt Und Maddie hat den Episoden geilt Ist Superfan von der Serie weiß alles darüber und Owen darf die ja eigentlich noch gar nicht gucken.
00:38:29: Die läuft viel zu spät im Fernsehen, also sagt Maddie okay komm mal vorbei und wir gucken das gemeinsam und die beiden freunden sich an bis irgendwann Maddie den Entschlust fast aus den Suburbs in Amerika in denen beide leben zu fliehen.
00:38:45: nur ein brennender Fernseher bleibt zurück.
00:38:48: denn was wenn die Serie nie bloß eine Serie war?
00:38:51: Was wenn die Fiktion im Fernsehr im Fernseher selbst bleibt, sondern in unserer Nachbarschaft, in unserem Zuhause lauert.
00:39:03: Wenn sie uns leise und langsam darin entsteckt erstickt und wir merken es gar nicht?
00:39:08: Das ist so ein bisschen das Setup von diesem Film Von Jane Schönbrunn einer nonbinären regiführenden Person die auch das Drehbuch geschrieben hat Und die hier in wer dritten lang film vor allem in my opinion das gefühl von dysphorie aufgreift.
00:39:25: und was ist dysphorie anderes als ein entrückt sein?
00:39:28: unter diesem fall ist es eine geschlechtsdysphorie die hier behandelt wird einen entrückte sein von dem geschlecht von dem mit dem man sich eigentlich verbunden fühlt.
00:39:40: und ich finde also für mich war das ne total prägender film in den letzten jahren einfach dadurch dass ich noch nie im Soundtrack als auch im Film so sehr das Gefühl hatte, dass ein Gefühl von dem ich dachte nur ich fühle das.
00:39:57: So auf den Punkt gebracht wurde also dieses Gefühl vom Geschlechtsdysphorie so reproduziert wurde, da sind noch mehr Leute da draußen die fühlen das auch und ich bin nicht irgendwie komisch weil... Ich hatte dafür keine Bilder, ich hatte dafür keinen Sound und da war auf einmal alles da.
00:40:14: und das macht diesen Film so bahnbrechend Weil er eben ein ganzes Gefühl verständlich macht, auch Leuten gegenüber die das vielleicht nicht empfinden und gleichzeitig Anschlusspunkte für alle setzt.
00:40:25: Ich meine du identifizierst dich nicht als trans oder non-binär und hast trotzdem da gut Zugang zu gefunden und auch bestimmt dich in manchen Gefühlen wiedergefunden.
00:40:36: zum soundtrack Sorry, ne sag erstmal was ich labe hier die ganze zeit.
00:40:41: Also ich wollte dir total zustimmen und sagen dass ich mich also das ich eigentlich ein ähnliches gefühl hatte wie du und auch dachte ich kenne diese gefühle alle Und es scheint mir einen so extrem schmaler Spalt zu sein oder Ein so extrem spezifisches Gefühl dass Ich mich erinnere als ich den film sah dass ich dachte das kann doch nicht wahr sein.
00:41:03: Natürlich projiziert man auch immer viel in die Filme, die man sieht.
00:41:05: Es kann doch nicht wahr sein dass hier der Regisseur genau das gleiche spürt wie ich Auch wenn ich jetzt mit dem Thema Geschlechtsdysphorie keine Erfahrung habe aber doch auch dann aus meiner Biografie hier Dinge wiedergefunden habe oder Gefühle wieder gefunden habe Die ich kenne als ich fand dass der Film, obwohl er ja auch ziemlich eindeutig die Transthematik behandelt trotzdem aber dann doch so gedreht und geschrieben und konstruiert ist das es doch gleichzeitig auch quasi bedeutungsoffen ist.
00:41:42: Das Gefühl unauthentisch zu sein, das Gefühl, dass etwas kneift im Leben, dass was an der falschen Stelle liegt man selbst am falschen stelle liegt so... auch in den anderen Filmen von Jane Trimbrunn ein so spezifischer Einschlag, von dem ich mich ganz verstanden fühle und gesehen fühle.
00:42:01: Und immer berührt fühle!
00:42:04: So wie du es auch sagst ebenfalls vom Soundtrack der einfach congenial zu diesem Film matcht.
00:42:10: Spricht weiter...
00:42:12: Nee, alles gut.
00:42:13: Zum Soundtrack kann ich erstmal sagen der Soundtrack besteht größtenteils aus Songs die extra für diesen Film geschrieben wurden.
00:42:22: Jane Schönbrunn wurde wohl auch öfter von den Produzenten drauf hingewiesen.
00:42:26: Hier Jane Schön Brunnen.
00:42:28: wir machen hier in dem Film.
00:42:29: bitte konzentriere dich nicht so sehr auf den Soundtrack aber schön brunn hat wirklich sich ganz viele MusikerInnen Auch ganz viel vor allem queere Musikerinne Jäule.
00:42:39: Die Person, die wir gerade gehört haben ist auch eine nonbinäre Künstlerin und die wurden alle ran geholt.
00:42:46: Und dann hat Jane Schirmow gesagt, gut jetzt machen wir mal hier den geilsten Soundtrack der Welt.
00:42:51: Und Enfields For Seventeen The Old Girl, das Song, den wir grade gehört haben, ist tatsächlich eines der wenigen Cover auf dem Soundtrack.
00:43:00: Das ist ursprünglich ein Film von einer Band namens Broken Social Scene im fremden von einem früheren ich handeln.
00:43:09: also es geht sehr darum dass man bedauert als seventeen hier old girl war man vielleicht noch ganz anders als man jetzt erwachsen ist und irgendwie hat man das gefühl sich verloren zu haben.
00:43:22: Und gleichzeitig finde ich, dass dieser song aber im kontext des films mit diesem cover noch eine ganze neue bedeutung einen neuen kontext bekommt denn Wie ich ja schon gesagt habe, geht es um eine Person die von der anderen Person verschwindet und dann vielleicht später wiederkommt im Laufe des Films aber sich verändert hat.
00:43:43: Also was ist... Wir haben ja hier Textzahlen wie used to be one of the rotten ones and I liked you for that.
00:43:49: now your all gone get your makeup on and you're not coming back.
00:43:52: Es geht auch um ein Gefühl von verlassen worden zu sein.
00:43:57: Man ist alleine zurückgeblieben in einem Status, an einem Punkt im Leben den man nicht verlassen will und eine andere Person es weiter gegangen oder weggegangen und man vermisst sie Und ist irgendwie da alleine zurück geblieben.
00:44:15: und das ist ja auch ein Einfach ein Plottpunkt in dem Film, der vorkommt.
00:44:20: Dieses Gefühl findet sich genauso darin wie das Gefühl was ursprünglich im Song steckt, der so wie ja ursprunglich gedacht ist.
00:44:28: also das finde ich auch irgendwie ganz toll wie der Track da mehrere Dimensionen annimmt und Ich finde ihn auch total schön.
00:44:36: Das passt auch natürlich zu dem entrückten gefühl Wie in diesem cover diese glitchy musikebenen bei den vocals und bei diesen ganzen vocal Glitches, die da reinkommen.
00:44:50: Wie die aufeinandertreffen mit zum Beispiel dem den Streichern, die im Hintergrund sind weil sie sind total klar, die sind total warm und darüber glitcht es so hin und her.
00:45:00: Das passt alles irgendwie nicht ganz zusammen aber dadurch passt das perfekt.
00:45:03: Dadurch fängt es genau das richtige Gefühl ein.
00:45:06: dass ist wirklich ganz ganz wunderbar.
00:45:09: Ja was soll ich dazu noch sagen?
00:45:12: Du hast es wunderbar auf den Punkt gebracht.
00:45:13: Ich kann vielleicht noch hinzufügen, dass sich den Track im Original in einem anderen film zuerst gehört habe beziehungsweise ich glaube sogar in zwei film auch wenn ich das gerade durch quick google nicht bestätigen konnte aber Durch scott pilgrim vs.
00:45:30: the world kannte ich den original track schon vor.
00:45:35: Ja, da wird es immer gespielt wenn der karakter knives ciao.
00:45:40: Ich glaube, das ist quasi ihr persönliches Theme und soll so ein bisschen die Quirkiness und Weirdness dieser Personen auf den Punkt bringen.
00:45:47: Da ist es eher so'n Gag Song!
00:45:49: Ich glaube aber auch in dem Film Snow Cake mit Sigourney Weaver.
00:45:55: Ich glaube da habe ich ihn zum allerersten Mal gehört und dabei glaube ich auch sehr schön eingesetzt.
00:46:01: Ich hoffe, ich hab kein Quatsch erzählt, aber ich glaube, es stimmt.
00:46:04: Ja... Aber natürlich, es schlägt nichts.
00:46:10: Ich kann auf jeden Fall empfehlen erstens kommt auf jeden fall diese woche am fünften sechsten ist das glaube ich Am fünftensechsten in cinema kurbelkiste in münster.
00:46:23: schaut euch den film zusammen mit mir an ich mache eine kleine einführung und dann seht ihr einen der besten filme der de kade Und werdet gefühle fühlen die ihr vielleicht noch nie so in dem film gespürt habt.
00:46:33: Es wird ganz fantastisch was ich auch immer empfehle, aber kein Muss ist.
00:46:38: Wenn ihr Bock habt zieht euch auch wirklich mal abseits noch der Soundtracks die anderen Filme von Jane Schönenbrunn rein denn es ist eine sehr kurze Biografie die eigentlich bisher nur aus drei langen Filmen besteht einem Film namens is self induced hallucination.
00:46:54: das ist ein Collage Dokufilmen aus Internet Clips zum Thema Slenderman.
00:47:01: Der geht auch nur fünfzig Minuten, dann gibt es einen Film.
00:47:05: We're all going to the World's Fair der sich weiter mit so Internet Trends und Phänomenen und auch schon so Anleihen von dysphorischen gefühlen auseinandersetzt.
00:47:14: und dann eben als auf tv glowen.
00:47:15: man sieht von film zu film wie sich wirklich dieselben them darin wiederfinden aber rekontextualisiert werden weitergeführt werden weitergedacht werden.
00:47:24: das ist super super spannend, aber jetzt habe ich glaube ich genug gelobt.
00:47:28: kommt einfach alle vorbei Und hört den soundtrack selbst wenn er nicht vorbeikommt.
00:47:32: schaut in film selbst wenn ihr nicht vorbei kommt.
00:47:35: es is wirklich mein absoluter mit herzensfilm Genau, aber jetzt kommen wir zu einem ganz anderen tollen Thema.
00:47:44: Zu einem ganz andern tollen Track.
00:47:45: Mirko du hast ja auch noch etwas mitgebracht
00:47:49: Ich bin ja auch da so Danke Tali Und zwar aus einem Film der nicht ganz mein Herzensfilm ist.
00:47:57: Es ist ein Film den fand ich beim ersten mal sogar gar nicht so toll Und es blieb auch beim ersten Mal.
00:48:03: Und trotzdem ist das ein Film, der so krass in meinem Gedächtnis stuck ist und das ist ja auch manchmal interessant dass man eigentlich sogar nicht Beim Schauen angetan ist und dann aber doch so drei Jahre später inzwischen merkt Ich denke eigentlich regelmäßig an diesem Film.
00:48:18: Irgendwas, irgendeinen Haken hatte er wohl, dass er mich nicht verlassen hat.
00:48:22: und zwar sprechen wir über den Film Evil Does Not Exist von Riosuke Hamaguchi.
00:48:28: Den wird zum Beispiel durch Drive My Car kennen, den Oscar-nominierten Film.
00:48:34: Und wir hören jetzt den Track Evil Does North Exist aus.
00:48:51: Den fand ich jetzt schon erdrücken muss ich dann doch sagen.
00:48:54: Also der lässt ja gar keinen Raum, der... ...erdrückt einfach nur!
00:49:02: Man ist, man gelangt da wirklich in Space, ähm... Der sehr unangenehmes.
00:49:10: Ich hab die ganze Zeit auch versucht konzentriert zu bleiben.
00:49:14: Meine Gedanken sind aber immer wieder abgedriftet.
00:49:19: Es passiert gleichzeitig so viel und so wenig, aber vielleicht auch der Impuls da sich irgendwie daraus denken zu wollen.
00:49:33: Ja ich fand das ganz unangenehm.
00:49:39: es ist auch irgendwie ein Track der mich total gestresst hat.
00:49:43: Ja.
00:49:44: Okay, okay.
00:49:45: Interessant!
00:49:47: Ich habe jetzt eigentlich gedacht, obwohl das von den Dreien so der, ich sage mal, bedrückendste ist, dass er trotzdem noch sehr ambivalent ist zwischen großer Schönheit und großer Gefahr.
00:50:01: Aber dich hat es einfach nur bedrückt und runtergezogen?
00:50:06: Es war die ganze Zeit so ein...Ich will hier raus wirklich Okay,
00:50:12: okay.
00:50:13: What have I done to you?
00:50:14: Nein, nein, nein!
00:50:15: Das ist ja auch nicht so schlimm.
00:50:17: Es ist ja nur ein Musiktrack und es ist jetzt auch nicht als wäre das von Sekunde eins so gewesen aber am Laufe des Tracks wurde dieses Gefühl immer stärker, dass ich will, dass er aufhört.
00:50:25: Nicht weil das ein schlechter Track ist sondern weil der schon eine sehr starke Wirkung hat finde ich.
00:50:36: Also unabhängig vom Film, bei dem ich ja nun weiß worum es geht habe Ich irgendwie als ich auch so out gesund bin und aus den Fenster geguckt hab.
00:50:44: Habe ich auch an So ein auto gedacht dass irgendwie so eine bergstraße entlang fährt Und das ist immer so zwischen wunderschöner aussicht und viel zu nahe An der kante und immer so fast gerade am abstürzen.
00:50:55: und dann macht Der track aber so die nächste kurve und es ist eigentlich wieder okay und Dann wieder die nächste Kurve.
00:51:00: man denkt aber vielleicht soll dich doch umdrehen und die Nächste kurve ist wieder schön so und ... ist er natürlich auch anstrengend, als Hörerlebnis auch anstregend.
00:51:08: Deswegen verstehe ich auch, dass du sagst, er stresst dich oder du willst daraus.
00:51:12: Ähm... wäre der vielleicht auch eindeutiger?
00:51:15: Wäre er auch gar nicht so stressig?
00:51:16: Dann könnte man das in seinem Kopf einfach in die Stresstrack-Ecke sortieren.
00:51:22: Aber ganz wo is es ja auch nicht!
00:51:23: Also die Unentschlossen... Nee, ah, ist es unentschlossen?
00:51:27: Nee eigentlich eher die... äh, wieder die Haken, die hier geschlagen werden, was es als Höhrerlebnis herausfordert macht
00:51:37: Und sie fließen so gut ineinander, die Haken, die da gesprungen werden.
00:51:41: Das ist nicht so zerstückelt wie dieser Track den wir aus Kamel by Your Name gehört haben sondern es ist wirklich ein Track der durchfließt aber fließend Haken schlägt.
00:51:57: Ja
00:51:58: und man weiß nie ganz genau woran man jetzt gerade ist.
00:52:02: das ist sehr verunsichert
00:52:06: Und ich glaube, das ist auch weswegen der Film mir jetzt doch noch so lange im Gedächtnis geblieben ist.
00:52:11: Also es geht um Takahashi und Mayuzumi die beide von ihrer Firma in ein japanisches Bergdorf geschickt werden, um dort einen Glamping Areal zu eröffnen.
00:52:21: Weißt du was Glampings?
00:52:23: Ja klar weiß ich was Glamping ist.
00:52:25: Also nicht, dass ich schon mal gemacht habe.
00:52:27: Hast du
00:52:27: schon mal Glampen?
00:52:29: Nein das weiß ich nicht.
00:52:29: aber... Ich meine ja so.
00:52:33: Festivals.
00:52:35: Musikfestivals bieten ja auch Glampings an und solche Sachen.
00:52:39: mit solchen Trends setze ich mich ja schon auseinander.
00:52:41: von daher ich kenne das aus Musikkontexten
00:52:44: Jetzt schon wirklich.
00:52:46: in der coolen, punkigen Festival-Szene gibt es jetzt schon glamouröses Camping.
00:52:50: Das ist das entkernte Jahr.
00:52:52: den Sinn von einem ungeduschten Festivalwochenende würde ich sagen.
00:52:56: aber gut das ist ein anderes Thema.
00:52:58: auch die Dorfbewohner dort sind nicht so hundertprozentig davon überzeugt dass das Cooles jetzt dieses Glamping Areal dahin zu bauen vor allem weil's da so ein bisschen Probleme mit diesem Gift Tank gibt der vielleicht gar nichts für diese ganzen Abwässer dieses Glamping Areals dann fassen könnte.
00:53:14: und Takumi, ein Wittwerder dort im Wald lebt mit seiner achtjährigen Tochter.
00:53:20: Hannah ist so bisschen der Wortführer derjenigen die nicht so ganz überzeugt sind.
00:53:27: Wir merken denn alle sind aber auch in ihren Zwängen gefangen.
00:53:29: Auch diese zwei Mitarbeiter der Firma wissen eigentlich auch nicht ob sie so überzeugt davon sind.
00:53:34: Aber der Boss macht irgendwie ein bisschen Stress.
00:53:37: alle wollen eine Einigung finden Und dazwischen
00:53:41: die
00:53:42: komplett desinteressierte Natur an diesen ganzen menschlichen Angelegenheiten, die vielleicht am Ende darunter leidet.
00:53:48: Der ist aber irgendwie auch einfach ein bisschen egal ist.
00:53:50: und irgendwann verschwindet dann Hannah... ...und der Film wird zu einer Suchaktion und nimmt einen ganz surreales Ende.
00:53:58: zum Schluss das ich jetzt nicht vorwegnehmen möchte.
00:54:01: Aber da kommen viele Themen zusammen, auch durchaus so Slow Cinema meditative Sequenzen in der Mitte und diese Mischung aus ganz spezifischem Ökothema.
00:54:14: Und dann aber doch diesen meditativen die sich einfach nicht für mich nicht zu einem kohärenten Film mit einem coherenten Thema so richtig zusammenfügen lassen.
00:54:23: genauso wie auch dieser Track hier sind glaube ich das was diesen film oder was mich immer wieder gedanklich zu diesem film zurückkehren lässt.
00:54:32: Ich kann ihn einfach nicht so richtig verstehen.
00:54:34: es ist mir nicht so ganz klar, was Hamaguchi uns hier sagen will und trotzdem oder vielleicht gerade deswegen bleibe ich die ganze zeit gedanklig beschäftigt.
00:54:44: Das war auch anstrengend beim gucken aber so wie dieser track auch an streng beim hören ist bleiben Bleiben sie, bleibt die Erinnerung daran.
00:54:52: Und was ebenfalls interessant ist dieser Film basiert tatsächlich auf der Musik.
00:54:56: also Eiko Ishibashi hat ein Livetrack angespielt und Riosuke Hamaguchi gefragt willst du dazu einen Film drehen?
00:55:07: Der es dann auch erst mal entstanden dauert eine halbe Stunde hieß Gift.
00:55:12: Auf Grundlage dieses Films ist dann am Ende Evil That's Not Exist entstanden, wieder mit dem Soundtrack von Aiko Ishibashi.
00:55:19: Also auch ein Film bei dem die Musik sozusagen irgendwie im Vordergrund oder als Startpunkt steht.
00:55:24: Ja und ich hatte es... Ich glaube dieser Kurzfilm Begift lief damals hier auch beim Kölner Filmfestival zusammen mit Evil that's not exist Und das war auch dasselbe.
00:55:35: ja in dem dieser Ach, wie heißt er?
00:55:39: Der dieser Abschiedsfilm von Ryuichi Sakamoto.
00:55:41: Dieser Konzertfilm glaube ich hier auch noch mal.
00:55:44: Und ich habe alle drei verpasst damals.
00:55:47: Also ja schade.
00:55:50: Aber jetzt bei Rauschtes Soundtrack Radio werde ich nochmal mit Ihnen konfrontiert und auch wenn dieser Track durchaus unbehagenausgelöst hat... werde ich mich da vielleicht noch mal hineinbegeben und vielleicht kann ich dem Ganzen einen Sinn entziehen, dann können wir uns nochmal austauschen wenn wir das nächste Mal darüber quatschen.
00:56:09: Das würde mich freuen!
00:56:11: Was mich jetzt sehr freut ist dein Rauschmeißer-Track Charlie.
00:56:15: Ich bin vor allem gespannt weil ich nebenan du wirst ein Pop Song spielen und Pop und Entrücken ist ja doch auch eine herausfordernde Kombination?
00:56:26: Ja Eigentlich nicht.
00:56:28: Ich hätte, also so ja aber ich hättet glaube ich tatsächlich mehrere Tracks gehabt die auch musikalisch sehr entdrückt gewesen wären.
00:56:35: Ich hab mich jetzt aber für einen Track entschieden der vor allem thematische entrückt ist von einem Musiker der ganz frisch gerade die erste EP rausgebracht hat.
00:56:48: es ist das erste mal dass wir hier Deutschpop als Rauschmeißer haben glaub ich und ich bin vor kurzem über Social Media auf den Musiker Bennett gestoßen.
00:56:59: Der hat erst vier Songs veröffentlicht, jetzt gerade die erste EP rausgebracht und es ist Deutschpop wie ich ihn mir eigentlich mal in Deutschland wünschen würde... Innerlich sterbe ich beim Gedanken an diese Musiklandschaft, hier oft tausend Tode.
00:57:13: Aber das ist mal ein Artist der einen Sound hat, der ganz viele Dinge vermischt.
00:57:17: in manchen Momenten denke ich In Songs an Peter Fox, in anderen an Madonna und anderen an Charlie XCX.
00:57:22: Es ist ein moderner Popsound Und ich habe mich so über dieses Song gefreut die der Bennett jetzt gerade gedroppt hat weil ich wirklich seitdem denke wenn das jetzt mal die zukunft der deutschen popmusik ist dann wären wir kulturell auch mal hier hundert schritte weiter.
00:57:37: und ich habe auch schon gesehen ein ein ein sony a&a eine sony Managerin folgt ihm auch schon, also vielleicht geht es bald für ihn ganz hoch hinaus.
00:57:48: Aber jetzt mal zum Track!
00:57:50: Der Track heißt Neuer Mann und die ganze EP, die er jetzt gerade gedroppt hat dreht sich konstant um Gedanken von werde ich mir selbst gerecht?
00:57:58: Bin nicht gerade die Person die sein will mache ich das was ich wirklich machen möchte Und dass ist der Titeltrack und letzte Track der EP.
00:58:04: Es ist ein Kampf gegen Das Leben was einem von einem...was einen vom eigenen selbst so entrückt hat und dagegen schwörter sich jetzt ja anzukämpfen.
00:58:16: Im Track Neumann, ein absoluter Überbänger!
00:58:18: Ich wünsche euch ganz viel Spaß mit dem Track und freue mich auf die nächste Folge Mit dir Mirko in zwei
00:58:32: Wochen!
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